Das Konzept zu A-QZ

viel Erfahrung · erfolgreiche Umsetzungen · messbare Ergebnisse

Aspekte der Qualitätsförderung sind seit einigen Jahren Gegenstand intensiver Diskussionen in der Wissenschaft und Gesundheitspolitik. Zahlreiche Publikationen weisen auf die für industrialisierte Länder typischen Probleme des Gesundheitswesens hin, die neben qualitativ hochwertigen Teilbereichen gleichzeitig Über-, Unter- und Fehlversorgung zulassen. Dies wurde bereits 2001 im Gutachten des Sachverständigenrates für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen hervorgehoben.

Auf internationaler aber auch auf nationaler Ebene wurden verschiedene Bemühungen unternommen, um die Qualität der Versorgung zu erhöhen sowie die Effizienz und Kosteneffektivität zu steigern. Eine Grundlage für die Qualitätsdiskussion bilden dabei die Kriterien der „Evidence Based Medicine", die über die Entwicklung von Leitlinien in der medizinischen Fachwelt verankert werden sollen. Da die Existenz von Leitlinien allein zu keiner Veränderung in der realen Versorgung führt, rückt die Frage nach erfolgversprechenden Implementierungsstrategien in den Vordergrund.

Hierfür bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten, wie z. B. Implementierung von Reminder- oder Feedback-Systemen, "Outreach Visits" und Qualitätszirkel an. Welche dieser Optionen die erfolgversprechendste ist, lässt sich aufgrund großer Unterschiede in Bezug auf die Evidenz nicht sagen. Darüber hinaus wurden die Studien in unterschiedlichen Gesundheitssystemen durchgeführt, wodurch eine direkte Vergleichbarkeit oft nicht gegeben ist.

Neuere Metaanalysen zeigen aber, dass in der Regel eine Maßnahme allein kaum eine Veränderung bewirkt. Vielmehr sollte zur Qualitätsförderung ein multimodaler Ansatz zum Tragen kommen. So bewirkt zum Beispiel Feedback allein noch keine Änderung im Verschreibungsverhalten des Hausarztes. Zur Umsetzung ist die zusätzliche Diskussion der Ergebnisse in der Gruppe hilfreich. Die Effektivität von auf Feedback-Berichten basierenden Qualitätszirkeln wurde bereits in mehreren Studien bezüglich unterschiedlicher Fragestellungen nachgewiesen.

Das grundlegende Feedback-Prinzip hierbei ist die wertfreie Standortbestimmung der individuellen Praxis im Vergleich zur Gesamtgruppe des Qualitätszirkels, wodurch individuelle Anreize zur Qualitätsverbesserung geschaffen werden sollen. Dieses Prinzip hat in der deutschen Ärzteschaft inzwischen eine hohe Akzeptanz erreicht. In einigen Bundesländern besteht mittlerweile bereits ein flächendeckendes Netzwerk Feedback-gestützter Qualitätszirkel. Basierend auf Routine-Verordnungsdaten sind datengestützte Qualitätszirkel zur Pharmakotherapie nachgewiesenermaßen ein geeignetes Instrument, um relevante Versorgungsfragestellungen zu untersuchen.

Der Bereich Pharmakotherapie ist für die datengestützte Qualitätszirkelarbeit aus verschiedenen Gründen relevant. Einerseits sind Routine-Verordnungsdaten verfügbar, und andererseits hat die Behandlung von Krankheiten mit Medikamenten - insbesondere in der hausärztlichen Versorgung - einen sehr hohen Stellenwert. Der überwiegende Teil der Patienten, die einen Hausarzt konsultieren, erhält Arzneimittel verordnet. Untersuchungen in Deutschland zeigen, dass 60-75 % aller Konsultationen beim Hausarzt mit der Verordnung eines Medikamentes verbunden sind. Bei Allgemeinmedizinern - gefolgt von Internisten und Kinderärzten - ist die Verordnungsfrequenz besonders hoch.

AQUA-Institut GmbH

Weitere Informationen

Detaillierte Informationen zu den umfangreichen Leistungen des AQUA-Instituts im Bereich der Qualitätsförderung erhalten Sie unter:
http://www.aqua-institut.de